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Energetische Sanierung Checkliste: In 6 Schritten zum effizienten Haus
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Eine energetische Sanierung richtig anzugehen bedeutet: in der richtigen Reihenfolge vorgehen, Förderung vor Baubeginn sichern und die Maßnahmen aufeinander abstimmen. Diese Checkliste mit 6 Schritten führt Sie durch den gesamten Prozess — von der ersten Bestandsaufnahme bis zur abgeschlossenen Sanierung.
Schritt 1: Energieberater beauftragen
Der erste Schritt ist immer die Beauftragung eines zertifizierten Energieberaters (Energieeffizienz-Experte gemäß dena-Liste). Nur mit einem Energieberater können Sie geförderte Sanierungsmaßnahmen umsetzen — das BAFA und die KfW verlangen dessen Beteiligung für fast alle Förderprogramme.
Die Kosten für eine Energieberatung liegen bei 500 bis 1.500 Euro. Das BAFA fördert diese mit bis zu 80 Prozent, maximal 1.300 Euro.
Schritt 2: Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen
Der iSFP ist das Herzstück jeder geförderten energetischen Sanierung. Er dokumentiert den Ist-Zustand, definiert Zielmaßnahmen und legt die optimale Reihenfolge fest. Wer einen iSFP hat, erhält auf jede Einzelmaßnahme 5 Prozent Förderbonus zusätzlich — und die Förderobergrenze verdoppelt sich auf 60.000 Euro pro Wohneinheit.
Schritt 3: Maßnahmen priorisieren — Hülle vor Technik
Die bewährte Reihenfolge: Zuerst die Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster), dann die Anlagentechnik (Heizung, Lüftung). Wer zuerst dämmt, senkt den Wärmebedarf — und kann die Heizungsanlage kleiner dimensionieren. Das spart Kosten und verbessert die Effizienz.
Schritt 4: Förderanträge vor Baubeginn stellen
Kein Spatenstich vor Förderzusage. BAFA-Anträge für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle werden direkt beim BAFA online gestellt. KfW-Anträge (Programm 458 für Heizung, Programm 261 für Effizienzhaus) werden über das KfW-Portal eingereicht. In Hessen: Zusätzliche Fördermittel über die WIBank prüfen. Alle Angaben sind indikative Richtwerte — der Energieberater prüft die genauen Konditionen.
Schritt 5: Gewerke beauftragen und Bauablauf koordinieren
Holen Sie für jede Maßnahme mindestens drei Angebote ein. Koordinieren Sie die Reihenfolge sorgfältig: Fenster müssen vor der Fassadendämmung eingebaut werden — sonst entstehen teure Nacharbeiten. Heizungsanlagen sollten nach der Dämmung dimensioniert werden, da der Wärmebedarf dann niedriger ist.
Schritt 6: Fördernachweise einreichen und Abnahme dokumentieren
Nach Abschluss der Maßnahmen müssen Verwendungsnachweise beim BAFA oder der KfW eingereicht werden. Sammeln Sie alle Rechnungen, Nachweise und Konformitätserklärungen sorgfältig. Lassen Sie sich vom Energieberater eine Umsetzungsbestätigung ausstellen — sie ist Pflicht für die Förderung.
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