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Fenster tauschen 2026: Kosten, U-Werte und Förderung
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Wann lohnt sich der Fenstertausch?
Fenster sind eine der größten Schwachstellen der Gebäudehülle — über schlecht gedämmte Fenster geht deutlich mehr Wärme verloren als über eine vergleichbare Wandfläche. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) zeigt den Unterschied:
- Einfachverglasung (bis 1970er): rund 5,0 W/(m²K)
- Alte Doppelverglasung (1980er/90er): rund 2,7 – 3,0 W/(m²K)
- Moderne Zweifach-Wärmeschutzverglasung: rund 1,1 – 1,3 W/(m²K)
- Dreifachverglasung (aktueller Neubaustandard): rund 0,6 – 0,8 W/(m²K)
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für ausgetauschte Fenster einen Höchstwert von U ≤ 1,3 W/(m²K) vor — alte Verglasungen liegen also weit über dem, was heute zulässig ist.
Typische Anzeichen, dass sich ein Tausch lohnt:
- Die Fenster sind älter als 25–30 Jahre
- Kondenswasser bildet sich zwischen den Scheiben (Isolierglas-Ausfall)
- Zugluft trotz geschlossenem Fenster, schwergängige Rahmen
- Deutlich hörbarer Verkehrslärm von draußen
- Die Heizkosten steigen, ohne dass sich das Nutzerverhalten geändert hat
Was kostet ein Fenstertausch?
Die Kosten hängen stark von Material und Verglasung ab. Als grobe Orientierung pro Fenster inklusive Einbau (Standardgröße, ohne Sonderanfertigung):
- Kunststofffenster, 2-fach-Verglasung: 400 – 700 €
- Kunststofffenster, 3-fach-Verglasung: 500 – 900 €
- Holzfenster: 700 – 1.200 €
- Holz-Aluminium- oder Aluminiumfenster: 900 – 1.600 €
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 10 bis 15 Fenstern ergibt sich daraus eine Gesamtinvestition von grob 8.000 bis 18.000 €, je nach Ausstattung und Anzahl größerer Formate. Rollläden, Fensterbänke innen/außen und der fachgerechte Rückbau der Altfenster kommen als eigene Posten hinzu.
BAFA-Förderung für Fenster
Fenster gehören zur Gebäudehülle und fallen damit unter das BAFA-Programm BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) — nicht unter die KfW, die seit 2024 ausschließlich für den Heizungstausch zuständig ist:
- Grundförderung: 15 % der förderfähigen Kosten
- Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP): +5 % → 20 %
- Förderfähig bis 30.000 € pro Wohneinheit und Jahr, mit iSFP bis 60.000 €
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden — wer zuerst beauftragt und danach beantragt, verliert in der Regel den Anspruch. Der iSFP-Bonus gilt nur für BAFA-Maßnahmen wie den Fenstertausch, nicht für den separaten KfW-458-Heizungstausch.
Zusammenspiel mit der Dämmung
Ein Fenstertausch allein bringt oft weniger als erhofft, wenn die Fassade ringsherum ungedämmt bleibt — an der Fensterlaibung entstehen dann neue Wärmebrücken. Steht ohnehin eine Fassadendämmung an, lohnt es sich, Fenster im selben Zug zu tauschen: Der Anschluss zwischen Fenster und Dämmung lässt sich sauberer ausführen, und ein gemeinsames Gerüst spart Kosten. Welche Reihenfolge bei mehreren Maßnahmen sinnvoll ist, haben wir im Artikel Dachdämmung oder Fassade: Was bringt mehr Energieeinsparung? eingeordnet.
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