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Generalunternehmer oder Einzelvergabe? So gelingt die Komplettsanierung
Projekt in Komplettsanierung anfragen?
Das Koordinationsproblem bei der Einzelvergabe
Bei einer Komplettsanierung greifen viele Gewerke ineinander: Elektriker, Sanitärinstallateur, Trockenbauer, Fliesenleger, Maler — jeder baut auf der Arbeit des vorherigen auf. Wer jedes Gewerk einzeln beauftragt, übernimmt automatisch auch die Koordination zwischen allen Beteiligten. Das bringt typische Risiken mit sich:
- Schnittstellenprobleme: Der Trockenbauer ist fertig, aber der Elektriker hat noch keinen Termin — die Baustelle steht.
- Unklare Haftung: Entsteht ein Schaden an der Schnittstelle zweier Gewerke (z. B. eine undichte Leitung hinter frisch verputzter Wand), ist oft strittig, wer verantwortlich ist.
- Mehrere Verträge, mehrere Gewährleistungsfristen: Sie müssen für jedes einzelne Gewerk eigene Fristen und Ansprechpartner im Blick behalten.
- Zeitaufwand: Terminabstimmung, Baustellenbesuche, Nachfragen — dieser Koordinationsaufwand liegt vollständig bei Ihnen.
Gerade bei einer Vollsanierung, die laut unserem Artikel zu Komplettsanierungskosten häufig drei bis sechs Monate dauert, summiert sich dieser Aufwand schnell.
Die Vorteile eines koordinierten Ansatzes
Wird die Sanierung stattdessen aus einer Hand koordiniert — über einen Generalunternehmer oder einen Betrieb, der die Koordination mehrerer Gewerke übernimmt — ändert sich das Bild:
- Ein Vertragspartner für die gesamte Baumaßnahme statt fünf oder sechs Einzelverträgen
- Eine Gewährleistung für das Gesamtergebnis, nicht für jedes Gewerk einzeln
- Abgestimmter Zeitplan: Die Gewerke sind aufeinander eingetaktet, Leerlaufzeiten fallen weg
- Weniger eigener Koordinationsaufwand — Sie sind Ansprechpartner für eine Stelle, nicht für sechs
Der Kompromiss: Ein koordinierender Betrieb kalkuliert seinen Koordinationsaufwand mit ein, das kann den Gesamtpreis gegenüber der reinen Summe der Einzelgewerke leicht erhöhen. Dafür sinkt das Risiko von Verzögerungen und Streitfällen an den Schnittstellen spürbar.
Wann sich Einzelvergabe trotzdem lohnt
Einzelvergabe ist nicht grundsätzlich der schlechtere Weg — sie passt gut, wenn:
- Nur ein einzelnes Gewerk betroffen ist (z. B. reine Badsanierung ohne weitere Arbeiten)
- Sie selbst Erfahrung und Zeit für die Baustellen-Koordination mitbringen
- Sie bei einzelnen Gewerken gezielt bestimmte Fachbetriebe auswählen möchten, etwa aufgrund persönlicher Empfehlung
- Es um klar abgrenzbare Einzelmaßnahmen ohne enge Schnittstellen zu anderen Gewerken geht
Bei einer echten Komplettsanierung mit mehreren ineinandergreifenden Gewerken überwiegen in der Praxis aber meist die Vorteile eines koordinierten Ansatzes.
Wie Ranovo vermittelt
Ranovo tritt selbst nicht als Generalunternehmer auf und wird nicht Vertragspartei Ihrer Bauleistung — wir vermitteln. Bei einer Komplettsanierung erhalten Sie über Ranovo bis zu drei Angebote von geprüften Fachbetrieben, die die Koordination der einzelnen Gewerke aus einer Hand anbieten. Den Bauvertrag schließen Sie direkt mit dem gewählten Betrieb, wir begleiten den Vermittlungsprozess und den Angebotsvergleich — kostenlos und unverbindlich.
Wenn zusätzlich eine Förderung über KfW 261 in Frage kommt, lässt sich diese unabhängig von der Vergabeform beantragen — mehr dazu in unserem Artikel KfW oder BAFA? So finden Sie das richtige Förderprogramm.
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