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Solarthermie oder Photovoltaik? Unterschiede, Kosten und Kombination
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Zwei Technologien, zwei Zwecke
Auf den ersten Blick sehen Solarthermie- und Photovoltaik-Module ähnlich aus — auf dem Dach montiert, der Sonne zugewandt. Ihre Funktion unterscheidet sich aber grundlegend:
- Solarthermie wandelt Sonnenenergie in Wärme um. Ein Wärmeträgermedium in den Kollektoren erhitzt sich und speist einen Solarspeicher, der Warmwasser bereitstellt und optional die Heizung unterstützt.
- Photovoltaik (PV) wandelt Sonnenenergie in Strom um, den Sie direkt im Haushalt nutzen, speichern oder ins Netz einspeisen.
Beide Systeme lassen sich mit einem Batteriespeicher bzw. Solarspeicher kombinieren, um die erzeugte Energie zeitversetzt zu nutzen — mehr zur Speicher-Kombination bei PV lesen Sie in Photovoltaik mit Speicher: Lohnt sich die Kombination 2026?.
Kosten im Vergleich
Die Investitionskosten hängen stark von der Anlagengröße ab, grundsätzlich gilt:
- Solarthermie-Anlagen für die reine Warmwasserbereitung eines Einfamilienhauses sind meist kleiner dimensioniert als eine PV-Anlage und liegen tendenziell im niedrigeren bis mittleren vierstelligen Bereich (Kollektorfläche, Speicher, Einbindung in die Heizung).
- Photovoltaik-Anlagen variieren stark nach Leistung (kWp) — eine grobe Kosteneinordnung nach Anlagengröße finden Sie in Solaranlage 2026: Kosten, Förderung und Amortisation im Überblick.
Ein direkter Euro-Vergleich beider Technologien führt selten weiter, weil sie unterschiedliche Bedarfe decken — die relevantere Frage ist, welcher Bedarf in Ihrem Haushalt größer ist: Wärme oder Strom.
Wann lohnt sich welche Technik?
Solarthermie passt gut, wenn:
- der Warmwasserbedarf im Haushalt hoch ist (z. B. Mehrpersonenhaushalt)
- eine Kombination mit einer bestehenden oder neuen Heizung (auch Wärmepumpe) ansteht — Solarthermie kann die Heizung bei der Warmwasserbereitung spürbar entlasten
- die Dachfläche begrenzt ist und gezielt für einen Zweck genutzt werden soll
Photovoltaik passt gut, wenn:
- der Stromverbrauch im Haushalt hoch ist (z. B. Wärmepumpe, E-Auto, Homeoffice mit mehreren Geräten)
- Sie überschüssigen Strom einspeisen und vergüten lassen möchten
- Sie langfristig unabhängiger vom Strompreis werden wollen
Lässt sich beides kombinieren?
Ja — auf ausreichend großen Dachflächen ist eine Kombination aus Solarthermie- und PV-Modulen möglich, aufgeteilt auf unterschiedliche Dachbereiche. Das ist besonders bei Neubauten oder größeren Dachflächen eine Option, erfordert aber eine sorgfältige Planung der Flächenaufteilung und der statischen Voraussetzungen — ein Punkt, den der Fachbetrieb vor Ort prüft.
Förderung
Für Photovoltaik ist die Förderlandschaft klar geregelt: der zinsgünstige KfW-270-Kredit (Erneuerbare Energien Standard) sowie die EEG-Einspeisevergütung für eingespeisten Strom. Details dazu und zur Kombination mit weiteren Programmen finden Sie in KfW oder BAFA? So finden Sie das richtige Förderprogramm.
Für Solarthermie gilt die Systematik der BAFA BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) — Solarthermie zählt dort zur Anlagentechnik, mit derselben Grundlogik wie bei anderen Einzelmaßnahmen (Grundförderung plus möglicher iSFP-Bonus). Da die genaue Förderhöhe von der individuellen Anlagenkonfiguration abhängt, lassen wir hier bewusst einen konkreten Prozentsatz offen — eine verbindliche Einschätzung für Ihr Projekt erhalten Sie im Rahmen der Anfrage.
So finden Sie die richtige Lösung
Über Ranovo erhalten Sie bis zu drei Angebote von geprüften Solarbetrieben aus dem Rhein-Main-Gebiet, die Ihren Warmwasser- und Strombedarf einschätzen und die passende Technik — oder Kombination — empfehlen. Kostenlos und unverbindlich.
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